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Paparazzi Bots

Jahr: 
2009
Ort: 
Haus der Kulturen der Welt
Format:
installation, interactive

Die Installation besteht aus einer Reihe von Paparazzi Bots, Tech-Hybriden aus Kamera und Kameramann, die die Besucher gekonnt stalken – mit einemeinzigen Ziel: diese zu fotografieren, um sich selbst berühmt zu machen.

Aus multiplen Kameras, Sensoren und einer eigens hergestellten Rollplatte gebaut, bewegen sich die Paparazzi Bots im gleichen Tempo fort wie wir Menschen. Sie suchen sich jemanden zum Fotografieren aus, stoppen, fokussieren und halten den Moment mit einem kurzen Blitzgewitter fest. Ihre Fotos werden dann in der Presse, per Internet und Social Networking Sites verbreitet. Die Porträtierten avancieren zu ‚Berühmtheiten‘ und so werden letztlich auch die Paparazzi Bots zu Stars.

Auf der einen Seite kommentieren die Paparazzi Bots spitzfindig den Hang unserer Kultur zu Ruhm und Öffentlichkeit. Auf der anderen Seite verweisen sie natürlich auch direkt auf die Allgegenwärtigkeit von Überwachungsapparaten. Jeden Tag werden wir, ohne es zu wissen, von Handys oder versteckten Kameras fotografiert. Gleichzeitig unterstützen Myspace, Facebook und Twitter den Trend zur öffentlichen Selbstdarstellung so massgeblich, dass die Grenze zwischen Überwachung und Selbstdarstellung ständig unklarer wird.

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