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The Inverted Cone

Jahr: 
2010
Ort: 
Haus der Kulturen der Welt
Format:
installation

The Inverted Cone ist eine neue Installation, bei der mit Projektionsapparaten zeitlose Bedingungen geschaffen werden: Unsere Erinnerungen an Vergangenes und unser Erleben der Gegenwart brechen ineinander. Schuld sind digitale und analoge Bilder, die durch dieselbe Linse geworfen werden. Was man sieht, ist weder ein Video noch ein Still, sondern eine desorientierende, elektronische Verbindung aus beidem. Diese Kombination zeitlich ungleicher Bildquellen sensibilisiert den Betrachter für das Zeitkontinuum der Bildherstellung.

Die Arbeit verweist auf die berühmte Kegelmetapher, die Henri Bergson in seinem Buch Materie und Gedächtnis benutzt. Der Kegel stellt die Gesamtheit unserer Erinnerungen dar, wobei die Kegelbasis in der Vergangenheit liegt und die Spitze die Gegenwart symbolisiert. Hier werden gleichzeitig all jene Erinnerungbilder aktiviert, die zur Wahrnehmung der Gegenwart passen. Im Zentrum von Maires Installation steht ein umgedrehter Lichtkegel als direkte bildliche Übertragung von Bergsons Metapher. Indem der Betrachter an dem heuristischen Prozess Teil nimmt, wird er automatisch zum Medienarchäologen, der unterschiedliche Chronologien gleichzeitig wahrnimmt.

The Inverted Cone ist eine neue Arbeit im Rahmen von Julien Maires Serie Memory Station. Es wurde während einer Residency bei DOCK-Workstation realisiert und mit freundlicher Unterstützung durch den Hauptstadtkulturfonds von DOCK Berlin e.V. produziert.

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