25 Jahre transmediale

Die transmediale wird 25 Jahre alt. Aber wie geht man mit solch einem Jubiläum um? Wir haben uns dafür entschieden das inkompatible Wesen des Festivals sichtbar zu machen, statt die Kerzen auf der Torte zu zählen. In seiner Geschichte hat das Festival immer wieder die Perspektive zeitgenössischer kultureller Phänomene gegenüber eines Mainstreams und gegenüber institutionalisierter Beschränkungen herausgehoben. Die unterschiedlichen Programme im Rahmen der transmediale 2012 reflektieren daher auch die Geschichte einer produktiven Inkompatibilität, die das Festival auszeichnet. So wurde die transmediale vor 25 Jahren als Video-FilmFest gegründet, für Medienformen und -formate, die keinen Eingang zu den etablierten und standardisierten Formen der Filmfestival-Kultur und der Kulturproduktion der damaligen Zeit fanden. Wiederaufgeführt werden Videoprogramme aus den 1980er und 90er Jahren, Net Art-Installationen sowie medienarchäologische Performance- Programme.

 

Darüberhinaus gehört die Archivierung und Dokumentation von Kunstwerken, Projekten und Programmen der vergangenen Jahrzehnte zu den wichtigsten Aufgaben und Herausforderungen des Festivals. Gemeinsam mit Partnern in einem europäischen Verbund arbeiten wir derzeit das Archiv digital auf, um es in den kommenden Jahren verfügbar zu machen. Wir laden Sie ein, in den kommenden Tagen das Alte und das Neue der transmediale zu entdecken, und gemeinsam mit uns die produktive Inkompatibilität zu feiern.