pueblo performt HIMW (He Is My Wife): eine post-industrial Noise-Performance zu der Frage, was Persönlichkeit in einer Facebook-Welt bedeutet. Ein gesichtsloser Darsteller verwendet Noise, um eine Reihe unterschiedlicher Persönlichkeiten durchzuspielen.
Die nomadische TRACES Lounge reagiert mit einem Raum für langsame Kultur, entspannte Interaktion und tiefere Austauschmöglichkeiten auf die Herausforderung, dass Künstler und Kuratoren meist höchst mobil arbeiten und leben müssen. Besucher sind eingeladen, sich hier im Rahmen der TRACES Live-Radiosendung und der TRACES ‘Open Zone Special Edition’ Gedanken zu machen, was es bedeutet, sich innerhalb der Free Culture und des Offenen Netzes zu bewegen.
Claus Pias präsentiert sein neues Buch Was waren Medien?, mit Beiträgen von Dieter Daniels, Lorenz Engell, Wolfgang Hagen, Joachim Paech und Claus Pias, blickt der Band auf die Anfänge der akademischen Beschäftigung mit Medien in Deutschland zurück, setzt sie in Beziehung zur Geschichte der Medienkunst, fragt nach der wissenschaftssystematischen Position von Medienwissenschaft und entwickelt Zukunftsperspektiven.
Bei der Präsentation mit dabei sind Dieter Daniels und Wolfgang Hagen.
Als Fortsetzung des Workhops Reclaim the Screens! der transmediale.10 und basierend auf den Medienfassaden Festivals Berlin 2008 und Europa 2010 untersucht der Workshop, wie Künstler und Kreativschaffende die Infrastruktur von Urban Screens als gesellschaftliche Sichtfenster nutzen können. Welche sozial-ästhetischen Interaktionsformen bringen lokale Szenen in Austausch miteinander und wie kann die Bevölkerung in Kreativprozesse miteinbezogen werden um zum 'Community Building' beizutragen?
Unsere Identitäten werden heute als diffus und offen bezeichnet, als wahrnehmbar und dennoch schwer zu fassen, als kurzlebig und dennoch fortlaufend präsent, als individuell und dennoch mannigfaltig, als lokal und dennoch allgegenwärtig. Im Rahmen des Workshops werden Teilnehmer aus dem Nichts eine konnektiv-entstehende Identität erstellen.
Sharism ist das Gelöbnis der Creative Commons. Im Widerspruch zu den gesetzgeberischen Sorgen über urheberrechtliche Kontrollverluste ist die heutige Sharing-Welt schon viel geschützter als gemeinhin vermutet. Viele neue Social Media Applications erleichtern Geschäftsbedingungen für Sharing-Vorgänge und deren Missachtung wird nicht nur gesetzlich verfolgt, sondern auch von der Community oder Gruppe selbst. In diesem Workshop mit Beispielen für Creative Commons Lizenzen und die Sharism-Kultur wird hinterfragt, was einen echten wirtschaftlichen oder kreativen Wert bzw. Beitrag ausmacht.
In diesem Workshop zeigen die Mitglieder der Gruppe HONF, dass Wissenschaft weder teuer, gefährlich oder unzugänglich, noch an ein Labor gebunden sein muss. Workshop-Teilnehmer lernen, wie man seine eigenem, selbstgezüchtete Schrägkultur mit natürlichen Farben färbt, bzw. wie man ein Reagenzglasgestell aus Papier fertigen kann. Am Ende ist jeder Teilnehmer eingeladen, seine Schrägkultur mit nach Hause zu nehmen und sein neues Wissen weiterzugeben.
Doors Open: 18:00, Lecture: 18:30 - 19:30
Botschaft von Kanada, Leipziger Platz 17, 10117 Berlin
Die transmediale Marshall McLuhan Lecture 2011 wird dieses Jahr von Mark Surman, dem Geschäftsführer der Mozilla Foundation und wohl einer der prominentesten Befürworter für offene Technologien und die Entwicklung eines tatsächlich offenen Internets, gehalten.
Mit der Digitalisierung des Audiovisuellen findet eine Hybridisierung der Medienformate, künstlerischen Gattungen und techno-kulturellen Kontexte statt. Die These des Vortrags von Dieter Daniels lautet, dass sich diese Entwicklung bereits seit 250 Jahren, von der Aufklärung über das 19. Jahrhundert, die 1920er Jahre, bis heute vorbereitet hat.
Mit dieser interaktiven Klanginstallation interpretieren die beiden Künstler Christopher Warnow und Daniel Franke nicht nur eine Komposition von Rutger Zuydervelt. Die Arbeit ist zudem eine für Körperbewegungen sensible Schnittstelle, die den Zuhörer in die ihn umgebenden digitalen bzw. architektonischen Räume eintreten lässt. Für jeden Einzelnen von uns entfaltet sich eine individuelle Darstellungsweise auf dem Screen.
Mit ihrem Gedicht-Manifest überträgt die Brasilianerin Vanessa Ramos-Velasquez Ideen zu kulturellem Kannibalismus und anthropophagischen Praktiken, die ihr Landsmann Oswald de Andrade 1928 in seinem Text Manifesto Antropófago beschrieben hat, in ein digitales Zeitalter. Denn heute stellt die virtuelle Welt das neue Grenzland dar und versetzt einen jeden in die Position des möglichen Kolonisators. In diesem Vortrag präsentiert Vanessa Ramos-Velazques ihren Aufsatz sowie das Gedicht-Manifest.
Seit 2009 untersuchen UBERMORGEN.COM die Methoden der Piraterie sowie die Reaktionen darauf. Indem sie die kriminellen Handlungen der RAF aus den 1960er Jahren, bzw. Enteignungsproblematiken der DDR miteinbeziehen, fragen sie auf der transmediale.11, ob und inwiefern Piraterietaktiken auch in Deutschland in Frage kommen. In diesem Workshop soll die Bildsprache der Piraterie in der Kreation einer ganzen Modelinie zum Ausdruck kommen. >APPLY HERE FOR THIS WORKSHOP!
Diese audiovisuelle Performance ist eine Hommage an die Geschichte der Schallplattenexperimente. Bei TOUR de VINYL wird durch die Zusammenführung des Schallplattenspielers mit dem Trimmrad aus dem Reproduktionsapparat eine Junggesellenmaschine à la Marcel Duchamp: der Discjockey2000 – ein eigenwilliges Musikinstrumentarium zur Erzeugung unvergleichlicher analoger Klänge.
Im heutigen Abendprogramm von LIVE:RESPONSE gibt es zwei audiovisuelle Performances, die auf jeweils unterschiedliche Art und Weise mit Cut-Up und Remix-Techniken von Gegenständen und Bildern der Popkultur experimentieren. In DONJON von Cécile Babiole und Vincent Goudard dekonstruieren die Darsteller humorvoll eine ganze Reihe von Objekten wie Turntables, Radios, Computer, Musikinstrumente, Telefone, Videokameras – aber auch Cocktail-Mixer, Käfighühner, und verschiedene Haushaltsgeräte aus Gegenwart und Vergangenheit. In Genre Collage werden Symbole, Muster und Filmstars bestimmter Genres manipuliert und viel Witz umgestaltet.
“Frei” und “Offen” – das klingt idealistisch und grenzenlos. Die sogenannte Open Culture hat viele alternative Ansätze im Umgang mit Wissen und Informationen hervorgebracht, die Utopien des freien Zugangs sorgen aber auch immer wieder für Verwirrung. Diese Gesprächsrunde beschäftigt sich mit der zukünftigen Agenda der Free Culture Bewegung und bietet Orientierungshilfen für alle diejenigen, die verwirrt von zu viel „Freiheit“ sind.
Ein Workshop zu Visualisierungstechniken mit den beiden Gründern von Tactical Tech. Hier geht es um den Moment, wo Kreativität und Daten als neue Wege aufeinander geraten, um Menschen für die Themen zu begeistern, die unser Leben bestimmen. Gezeigt wird, wie Aktivisten auf der ganzen Welt politische Partizipation mittels Informationsdesign gestalten, denn visuelle Metaphern, Storytelling und Kreativität können Informationen in Aktionen verwandeln!
In diesem Workshop wird der Gründer von Thimbl, der kostenlosen Open Source Mikro-Blogging Alternative erzählen, wie er auf die Idee für dieses Projekt kam und inwiefern sich Thimbl von anderen Sozialen Netzwerken unterscheidet. Dmytri Kleiner wird Teilnehmern mit Voranmeldung auch zeigen, wie man Webhosts, Internet Service-Provider und Systemadministratoren dazu bringt, Konten zur Verfügung zu stellen, um Thimbl für seine eigenen kreativen Zwecke zu nutzen.
Wie wäre es, wenn wir uns plötzlich mit einem Kafkaesken Internet herumschlagen müssten, einer Situation, in der die ganze Online-Kommunikation plötzlich auf Emoticons reduziert und Text plötzlich unlesbar wäre, weil zu viele Algorithmen sich bei der Auswahl unzensierter Worte gegenseitig in die Quere gerieten?
Diese Ideen verfolgt Ursula Endlicher in interACTicons, einem dreiteiligen Projekt aus Online-Archiv, Workshops und finaler Performance, für das sie JPGs, GIFs und Videos sammelt, um unsere Online-Gewohnheiten nicht nur zu visualisieren, sondern eben auch gleich performativ darzustellen.
Die Kurzfilme dieses Programms thematisieren die Paradoxa, die sich an den Rändern gesellschaftlicher Kommunikationsprozesse ansammeln. Während der funktionsfähige Konsens im Zentrum solcher Bemühungen steht, generieren diese scheinbar gleichzeitig auch die unterschiedlichsten Merkwürdigkeiten. Fünf solcher Beispiele zeigt Desync Systems.
Dieses Programm stellt zwei Filme gegenüber, die in jeweils eigener Absurdität Ecksteine in der Entwicklung der Telekommunikation dokumentieren. Gab es in den 1940ern noch Lehrfilme zur Benutzung des Selbstwähltelefons wie den gezeigten Dial Comes to Town, erklären heute – ungeachtet der Zeitverschiebung – Angestellte nach Indien ausgelagerter Call-Center englischsprachigen Kunden die Benutzung ihrer technischen Geräte per Service Hotline.
Die Weiterentwicklung der Radiotechnologie in den letzten Jahrzehnten hat das Interesse einer neuen Generation von Machern und Produzenten geweckt, die sich mit Kunst und Community beschäftigen. In diesem Panel werfen einige von ihnen gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen des radiophonen Kunstschaffens und experimentellen Rundfunks, um über die Zukunft des Radiomediums zu diskutieren.