Latent Figure Protocol (LFP) is an installation and a live science experiment that uses DNA samples to create readable, representational images. Several times throughout the festival artist Paul Vanouse will come to his bio art lab in the HacKaWay Zone, talking about his work and performing the experiment. Each time the results are recorded and can be watched until the fluorescence of the DNA eventually fades out for the process to be repeated.
Das für den transmediale Award 2011 nominierte Projekt Serendipitor ist eine alternative Navigations-App für das iPhone, mit der man Dinge finden kann, während man eigentlich etwas Anderes sucht: Die App fügt kleinere Umwege und Verzögerungen in eine ansonsten optimierte und effiziente Route ein.
Besucher der transmediale.11 können die App testen, sie auf ihr iPhone herunterladen sowie an einigen mit glücklichen Zufällen gespickten Stadtspaziergängen teilnehmen.
Wie wäre es, wenn wir uns plötzlich mit einem Kafkaesken Internet herumschlagen müssten, einer Situation, in der die ganze Online-Kommunikation plötzlich auf Emoticons reduziert und Text plötzlich unlesbar wäre, weil zu viele Algorithmen sich bei der Auswahl unzensierter Worte gegenseitig in die Quere gerieten?
Diese Ideen verfolgt Ursula Endlicher in interACTicons, einem dreiteiligen Projekt aus Online-Archiv, Workshops und finaler Performance, für das sie JPGs, GIFs und Videos sammelt, um unsere Online-Gewohnheiten nicht nur zu visualisieren, sondern eben auch gleich performativ darzustellen.
Die nomadische TRACES Lounge reagiert mit einem Raum für langsame Kultur, entspannte Interaktion und tiefere Austauschmöglichkeiten auf die Herausforderung, dass Künstler und Kuratoren meist höchst mobil arbeiten und leben müssen. Besucher sind eingeladen, sich hier im Rahmen der TRACES Live-Radiosendung und der TRACES ‘Open Zone Special Edition’ Gedanken zu machen, was es bedeutet, sich innerhalb der Free Culture und des Offenen Netzes zu bewegen.
Unsere Identitäten werden heute als diffus und offen bezeichnet, als wahrnehmbar und dennoch schwer zu fassen, als kurzlebig und dennoch fortlaufend präsent, als individuell und dennoch mannigfaltig, als lokal und dennoch allgegenwärtig. Im Rahmen des Identity Workshops werden Teilnehmer aus dem Nichts eine konnektiv-entstehende Identität erstellen.
Seit 2009 untersuchen UBERMORGEN.COM die Methoden der Piraterie sowie die Reaktionen darauf. Indem sie die kriminellen Handlungen der RAF aus den 1960er Jahren, bzw. Enteignungsproblematiken der DDR miteinbeziehen, fragen sie auf der transmediale.11, ob und inwiefern Piraterietaktiken auch in Deutschland in Frage kommen. In diesem Workshop soll die Bildsprache der Piraterie in der Kreation einer ganzen Modelinie zum Ausdruck kommen. >APPLY HERE FOR THIS WORKSHOP!
Yvonne Spielmann schlägt in ihrer detaillierten Studie Hybridkultur einen kritischen Begriff der Hybridation vor, der Mediendiskurse und Debatten der Cultural Studies interdisziplinär produktiv macht. Im Zentrum steht die These, dass Hybridation eine zeitgemäße Strategie der ästhetischen Intervention in international agierende Medienindustrien darstellt, wie der vorliegende Band unter anderem am Beispiel des nicht-westlichen und hochtechnologischen Medienzusammenhangs in Japan zeigt.
Cat Suzette spielt mit dem Zuhörer und passt ihre Musik der herrschenden Stimmung an, um schließlich ihrerseits die Atmosphäre im Raum zu lenken. Auf diese Weise kann ihr Set mit einer trancigen Klangfläche beginnen, die in einen erzählerischen Dub-Techno übergeht und mit einer 'gesunden' Härte und einem bouncigem 4/4 Takt endet.
Interface Keynote-Lecture transmediale and CTM (club transmediale) (Track 1)
Participants: Philip Auslander (us), Eric Kluitenberg (nl), Mushon Zer Aviv (il)
Moderation: Drew Hemment (uk)
In diesem Keynote-Gespräch (Track 1) hinterfragen die Teilnehmer die technologischen Möglichkeiten und Bedingungen für einen gemeinsamen politischen Erfahrungsraum.
Wie denken junge Leute über Geld und Wert? Wie können wir neue Wohlsstands- und Reichtumssysteme schaffen? Wie sieht die Zukunft für Banken und andere Finanzinstitute aus angesichts weitreichender Peer-to-Peer Austauschsysteme? Das Projekt The Future of Money hat die Diskussion solcher Themen zum Ziel und sucht nach Mitwirkung. Als Anregung zeigen Gabriel Shalom und Jay Cousins ihr Future of Money Video sowie Ausschnitte aus ihrem Videoblog.
In dieser Eröffnungsveranstaltung des Programmes zum 100. Geburtstag von Herbert Marshall McLuhan diskutieren die Gesprächsteilnehmer McLuhans Wandlungsprozess vom Englischprofessor zum zeitlosen Medien-Guru anhand von COUNTERBLAST, einem der radikalsten und gleichzeitig bisher jedoch kaum rezipierten Werke McLuhans.
Im Rahmen der Veranstaltung wird darüber hinaus die limitierte Spezialausgabe COUNTERBLAST 1954 präsentiert, ein Facsimile des Originals, das Gingko Press exklusiv für die transmediale zum Anlass des Geburtstags von McLuhan veröffentlicht.
Öffentlicher Raum endet nicht an den Grenzen sichtbar wahrnehmbarer Realität. In Form eines Workshops und Vortrages wird der unsichtbare und weitgehend nicht wahrgenommene “Parallel-Raum” elektronischer Kommunikation in einer kritischen Herangehensweise sichtbar gemacht und modifiziert.
In einem performativen Vortrag gibt Jordan Crandall Einblick in seinen Essay GATHERINGS 1: EVENT, AGENCY, AND PROGRAM, mit dem er für den diesjährigen Vilém Flusser Theory Award nominiert ist.
Garnet Hertz und Jussi Parikka sind mit ihrem Essay Zombie Media, in dem sie sich der Medienarchäologie unter künstlerisch-methodologischen Gesichtspunkten annähern, für den diesjährigen Vilém Flusser Theory Award nominiert. In diesem Workshop geht es nach einer Einführung durch Garnet Hertz direkt ans Circuit Bending: Besucher sind eingeladen, an batteriebetriebenen Geräten wie z. B. Spielzeugen herumzubasteln und später mit ihren selbstgebauten Instrumenten eine Performance zu geben.
In dieser audiovisuellen Performance reflektiert Rosa Menkman über das PAL-Signal und dessen vermeintliches Ende. Auch wenn PAL heute veraltet und überholt ist, wohnt es dennoch mittelbar auch neueren Technologien wie dem DVB-Signal inne. The Collapse of PAL ist eine Hommage an die typischen Artefakte des Analog-Signals, die Rosa Menkman mittels Feedback, Image-Bending-Techniken, einer kaputten Digitalkamera, digitalen Komprimierungs- und Video-Bending-Geräten und einer Spielekonsole eingefangen hat und mit Klängen einer Cracklebox, eines altes Casio-Keyboards, europäischen Telefonsignalen, Morsecode, usw. kombiniert.
Eosin glaubt an ANALOG+DIGITAL anstelle von ANALOG vs. DIGITAL. Self-Reproduction Loops ist ein Tribut an die Rillen (engl. grooves) der Vinylschallplatte, an ihr Knacken und Klicken, ihr Springen und Knallen. Eosin arbeitet mit aufgezeichneten Vinyl-Geräuschen und Loops als Ausgangmaterial für Live-Improv Auftritte, in denen sie diese voraufgenommene Klangebene um eine DJ-Ebene erweitert. Aus dieser Kombination entstehen unvorhersehbare Kompositionen, in denen jeder Klang über sein ursprüngliches Wesen als Noise oder Loop hinauswächst und in der Klanggesamtheit aufgeht.
Sind wir uns nicht alle einig, dass demokratische Prozesse in jüngerer Zeit eher wenig gebracht haben? Wir sind reif für die One Click-Demokratie. Mit Repetitionr.com kann Aktivismus jetzt bequem vom Sessel aus betrieben werden! Franco Berardi (BIFO) äußert sich kritisch zu im Internet neu entstehenden Demokratieformen und den Fantasien politischer Beteiligung. Mittels Fallbeispielen sehen wir uns dann Repetitionr, den Web-Service, der die partizipative Demokratie dank neuster Web 2.0-Technologien zu einem wirklich User-freundlichen Erlebnis machen, etwas genauer an.
Flattr ist eine Online-Plattform, die Leuten, die Inhalte ins Netz stellen eine neue Einnahmequelle beschert, indem sie es den Konsumenten dieser Inhalte erleichtert, auf unkomplizierte Weise kleine Beträge zu spenden: Flattr-User zahlen einen kleinen Flatrate-Betrag und Kreative platzieren einen Flattr-Button auf ihrer Seite. Allmonatlich wird der einmal gezahlte Betrag dann auf die von der zahlenden Person angeklickten Webseiten aufgeteilt.
Auf der transmediale.11 präsentiert Peter Sunde, der Flattr-Gründer, die Plattform zusammen mit seinem ganzen Team. Workshop-Teilnehmer mit Voranmeldung lernen, wie man Flattr auf seiner Webseite installiert.
Aspiration hilft Einzelnen und NGOs bei der Gestaltung passender Online-Modelle und Messages, um Interessensgruppen und Unterstützer wirkungsvoll zu erreichen. Leitlinien sind Einfachheit sowie ein Fokus auf narratives Design, gepaart mit der Überzeugung „weniger ist mehr“ im Hinblick auf die verwendeten Technologien. Teilnehmer sind eingeladen, je nach deren Bedürfnissen neue Tools und Taktiken kennenzulernen.
Der Free Culture Incubator, ein Workshop- und Vernetzungsprogramm für freie Kreative und Kulturarbeiter wurde im Rahmen der letzten transmediale ins Leben gerufen und hat sich seither zu einer lebendigen Berliner Plattform rund um freie Kultur und das offene Netz entwickelt. Seit Oktober 2010 läuft mit der zwölfmonatigen Workshopreihe zu Themen aus dem ‚Free Culture‘ Bereich eine der wichtigsten Initiativen des FCI.
Im heutigen Workshop werden die Initiatoren des FCI gemeinsam mit den Projektpartnern die Pläne bis Sommer 2011 vorstellen sowie Anregungen für kommende Veranstaltungen von den Teilnehmern entgegen nehmen.
In diese Fokusdiskussion (Track 1) mit Salvatore Iaconesi, Derrick de Kerckhove, Ursula Endlicher, Heath Bunting und Alessandro Ludovico werden Kunstwerke und künstlerische Praxisformen präsentiert, die die neueren, von materiellen und immateriellen Aspekten geprägten, fliessenden Identitätskonfigurationen und deren Zwischenräume erforschen.
Dieses Programm beschäftigt sich mit der immerwährenden Gleichzeitigkeit von Krieg und Frieden. Mit dem titelgebenden Kurzfilm Is This a Good Way to Start a War und dem Langfilm Where Is Where? werden zwei Filme gezeigt, die sich dem Thema jeweils unter Vermischung dokumentarischer und fiktiver Erzählstrategien annähern.