Einsendeschluss: 31. Juli 2010
Festivaldatum: 01. - 06. Februar 2011
Der Vilém Flusser Theory Award wird bereits zum vierten Mal ausgeschrieben und fördert innovative medientheoretische und praxisbasierte Forschungsprojekte, die aktuelle Positionen digitaler Kunst und Kultur vorstellen. In der Tradition des kulturellen Nomaden Vilém Flusser verstehen wir [more...]
Michelle Teran und Warren Neidich sind die glücklichen Gewinner des transmedialeAward und Vilém Flusser Theory Award 2010! In der Award Ceremony am 6. Februar verlieh Barbara Kisseler, Chefin der Berliner Senatskanzlei, zusammen mit den Mitgliedern beider Jurys die Preise und Urkunden an die insgesamt 13 Nominierten. ...more
Am 6. Februar werden die diesjährigen Preisträger des transmediale bzw. des Vilém Flusser Theory Awards verkündet. Die Zeremonie moderiert Barbara Kisseler gemeinsam mit den Mitgliedern beider Juries.
Im Anschluss findet mit dem Musikprogramm von raster.noton.unun im WMF die Award Aftershow Party statt. ...mehr
Um der wachsenden Bedeutung der theoretischen als auch der kritisch-praktischen Arbeiten, die für den transmediale Award jährlich eingereicht werden, gerecht werden zu können, hat das Festival 2008 den Vilém Flusser Theory Award eingeführt. Die diesjährigen Nominierten sind: David Link, Mina Lunzer, Warren Neidich und Daniela Alina Plewe!
Vier Sprecher berichten in Interviews über einen Unfall, der sich ein Jahr zuvor am Praterstern ereignet hat. Mina Lunzers Hörspielversion war drei Wochen lang in einem begehbaren Auto installiert, das zuvor gegen eine Fassade am Praterstern gefahren worden war. Mit Maschinengeräuschen und menschlichen Schreien gesampelt wurden in der anschließend entstandenen Filmversion drei der Zeugenprotokolle als Tonspur verwendet.
Neuropower ist eine Manipulation im besten Sinne des Wortes. Von jüngeren Erkenntnissen der Gehirnforschung ausgehend, sucht der gelernte Biologe Warren Neidich nach Strategien, auf den Rekonstruktionsprozess des Zentralnervensystems einzuwirken.
In Zeiten, in denen der internationale Finanzkapitalismus zwar kritisiert, doch scheinbar noch alternativlos unangetastet bleibt, erscheint die von Daniela Plewe propagierte künstlerische Forschung Transactional Arts zeitgemäß. Transactional Arts erheben den Austausch neuer Werte und den Vorgang, in dem etwa gesellschaftliche Verträge zustande kommen, zur Kunst.
David Link hat mit There Must Be An Angel eines der ersten Computerprogramme überhaupt, das Programm Loveletters (1952) von Christopher Strachey, einem Kollegen Alan Turings, wieder zur Ausführung gebracht. Gemeinhin gilt Joseph Weizenbaums Programm ELIZA (1966) als erstes Beispiel von computerisierter Texterzeugung.